
Merrell Fankhauser
Geboren 23. Dezember 1943 in Louisville, Kentucky
Mit seiner ersten Band "The Impacts" machte Merrell Surfmusik vom Feinsten. Sein "Wipe Out" wurde in der Version der Surfaris zum Welthit, was ihm allerdings finanziell gar nichts einbrachte. Mit den "Exiles" orientierte sich Merrell dann etwas mehr in Richtung Rock & Roll der frühen Sechziger. Ihre Musik erschien zusammen mit den psychedelisch eingefärbten Songs von FAPARDOKLY auf deren legendärem Album von 1967, heute eine teure Toprarität. Das Album seiner nächsten Band HMS BOUNTY von 1968 bot ganz zeitgemäß Flower-Power-Psych. Anfang der siebziger Jahre widmete sich Merrell mehr spirituellen Dingen sowie den Legenden um den versunkenen Kontinent MU. Dies fand Ausdruck in dem 1971er Album seiner Band MU (mit Jeff Cotton, ex-Capain Beefheart), einer faszinierenden Mischung aus Rock, Blues, Psych und Jazz. Nicht lange nach dessen Erscheinen zog die Band nach Hawaii, ging dann aber bald auseinander. Merrell begann seine Solokarriere, und brachte ein paar wunderschöne LPs hervor. Anfang der 80er Jahre kehrte er nach Kalifornien zurück. Eine der schillerndsten Persönlichkeiten der kalifornischen Musikszene ist Merrell bis zum heutigen Tag als Musiker und Produzent aktiv, tritt regelmäßig auf und bringt neue Alben heraus.
(Link zu Merrels Website)
Chris Whitley
Geboren 31. August 1960 in Houston, Texas
Mit einem musikalischen Background, geprägt vom Blues eines Howlin Wolf, John Lee Hooker und Johnny Winter, zog Chris Whitley als Siebzehnjähriger nach New York. Über drei Jahre lang spielte er dort auf den Straßen und im Washington Square Park. Die Aussicht auf mehr Erfolg in Europa führte ihn 1981 nach Belgien, wo er mit einigen Bands Platten einspielte, die ihm eine gewisse Popularität einbrachten. Dennoch kehrte er 1990 nach New York zurück. Ein allgemein gesteigertes Interesse am Blues führte schließlich zu einem Plattenvertrag bei Columbia Records. Im Frühjahr 1991 erschien sein Debütalbum "Living With The Law", das von Kritikern und Kollegen hoch gelobt wurde und ihn ins Vorprogramm von Tom Petty & the Heartbreakers brachte. Bis zu seinem nächsten Album "Din Of Ecstasy" vergingen leider vier Jahre und so war die Chance vertan, im Erfolg seines Debüts eine wachsende Fangemeinde aufzubauen. Bis Ende 2005 folgten zwölf weitere Alben, in denen er immer wieder Einflüsse aus Rock & Roll, Folk, Alternativem Rock und auch der Musik von Thelonius Monk mit seinem eigenen, unverwechselbaren Stil verwob. Chris Whitleys Blues ist dunkel und spirituell, sein Gesang kehlig und gespenstisch und ein Chris Whitley Konzert wird leicht zu einem unvergeßlichen Erlebnis.
Am Sonntag, 20.11.2005 ging Chris nach kurzer schwerer Krankheit für immer von uns. Wir trauern um einen lieben Freund.